Drehbuchschreiben mit dem Textverarbeitungsprogramm

Einführung und Dokumentvorlagen für TextMaker, Microsoft Word und LibreOffice/OpenOffice Writer

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Wenn Sie Drehbücher schreiben, aber Ihnen die amerikanischen Drehbuchprogramme zu teuer und zu unflexibel sind, sind Sie hier richtig. Laden Sie sich eine kostenlose Dokumentvorlage herunter, die die Drehbuchformatierung mit Bordmitteln Ihres Textverarbeitungsprogramms automatisiert.

 

Zu den Vorlagen gibt es eine Tastenbeschriftung, die Sie auf Papier oder Folie ausdrucken und als Gedächtnisstütze auf Ihre Tastatur kleben können.

 

Ergänzend biete ich das E-Book "Drehbuchschreiben mit dem Textverarbeitungsprogramm" an - ebenfalls zum kostenlosen Download. Das E-Book ist gleichzeitig Einführungskurs für Anfänger und Nachschlagewerk für Fortgeschrittene. Es erklärt von Grund auf alles, was man zum Drehbuchschreiben mit einem Textverarbeitungsprogramm wissen sollte:
-- Konventionen für amerikanisches und deutsches Drehbuchformat.
-- Grundlagen der Textverarbeitung
-- Formatvorlagen und ihr Einsatz zum automatischen Formatieren von Drehbüchern
-- Branchengerechte Ausgabe von Drehbüchern auf Papier und elektronisch

 

Bitte beachten Sie auch die "Fragen und Antworten" sowie die "Hinweise zu Textverarbeitungsprogrammen" weiter unten auf dieser Seite.

 

Leider kann ich selber nicht alle Vorlagen und Anleitungen ausführlich auf verschiedenen Computern testen; da bin ich auf die Mithilfe weiterer Nutzer angewiesen. Verbesserungsvorschläge und Hinweise zu Fehlern auf dieser Seite, im E-Book, in den Vorlagen und in den Kurzanleitungen sind jederzeit willkommen. Schreiben Sie an: ab@drehbuchvorlage.beitinger.de

      
(Ihr Kauf bei Amazon über einen dieser Links unterstützt diese Internetseite)

Downloads

DOWNLOAD E-Book "Drehbuchschreiben mit dem Textverarbeitungsprogramm" im Format PDF (für Adobe Reader)
DOWNLOAD E-Book "Drehbuchschreiben mit dem Textverarbeitungsprogramm" im Format MOBI (für Kindle)
DOWNLOAD E-Book "Drehbuchschreiben mit dem Textverarbeitungsprogramm" im Format EPUB (für andere E-Book-Reader)

Das E-Book steht in drei gängigen Formaten zur Verfügung, damit Sie es bequem am Bildschirm und mit allen E-Book-Readern oder E-Book-Apps lesen können. Wenn Sie nicht sicher sind, was Sie brauchen, nehmen Sie die PDF-Version.

Die PDF-Datei können Sie auch jederzeit ausdrucken, falls Sie lieber von Papier lesen.

DOWNLOAD Vorlage für Writer (LibreOffice/OpenOffice)

Die ZIP-Datei enthält folgende Komponenten:
--- Kurzanleitung
--- Drehbuch-Formatvorlage für OpenOffice 2/3/4, LibreOffice 3/4 und StarOffice 8/9
--- Kurzes Beispieldrehbuch
--- Konfigurationsdatei für Shortcuts (Tastenkombinationen)
--- Tastaturbeschriftung zum Ausdrucken und Aufkleben

DOWNLOAD Vorlage für TextMaker (SoftMaker Office/FreeOffice)

Die ZIP-Datei enthält folgende Komponenten:
--- Kurzanleitung
--- Drehbuch-Formatvorlage für TextMaker ab Version 2006
--- Kurzes Beispieldrehbuch
--- Tastaturbeschriftung zum Ausdrucken und Aufkleben

Anleitung für EPUB-Export mit TextMaker 2016/HD (Beta vom 22.01.2016)

DOWNLOAD Vorlage für Word (Microsoft Office)

Die ZIP-Datei enthält folgende Komponenten:
--- Kurzanleitung
--- Drehbuch-Formatvorlage für Word ab Version 2007 (ab Version 2000 mittels Compatibility Pack)
--- Kurzes Beispieldrehbuch
--- Tastaturbeschriftung zum Ausdrucken und Aufkleben

Fragen und Antworten

Allgemeine Fragen zur Drehbuchformatierung

Kann ich die hier angebotenen Drehbuchvorlagen auch benutzen, wenn ich mich mit meinem Textverarbeitungsprogramm noch nicht besonders gut auskenne?
Theoretisch ja, aber es ist nicht zu empfehlen. Für Leute, die sich gar nicht mit Theorie befassen möchten, sind spezialisierte Drehbuchprogramme aus den USA eine überlegenswerte Alternative. Es gibt eine umfangreiche Liste solcher Programme bei Wikipedia.
Mit Trelby, Page2Stage, der Basic-Version von Story Touch, der Free-Version von DramaQueen sowie der Free-Version von Celtx gibt es einfache automatische Drehbuchprogramme sogar kostenlos. (Von Celtx ist neben der aktuellen Clowd-Version auch noch eine ältere Desktop-Version im Umlauf.)

Warum soll ich keine Leerzeilen und direkten Formatierungen benutzen?
Ziel der Drehbuchvorlage ist es, dem Autor alle Handarbeit abzunehmen und die Formatierung weitestgehend zu automatisieren. Daher sollte schon beim Tippen alles vermieden werden, was später beim Überarbeiten oder Umformatieren neue Handarbeit erfordern würde. Am besten klappt das, wenn das gesamte Drehbuch mit Formatvorlagen gestaltet wird, und wenn es keine Leerzeilen oder überflüssige Leerzeichen gibt (die später an ungeplante Stellen rutschen könnten). Statt Leerzeilen kommen in den Drehbuchvorlagen dann Absatz-Abstände zum Einsatz, und statt einer Vielzahl von Leerzeichen werden Absatzeinrückungen vorgegeben. Im E-Book "Drehbuchschreiben mit dem Textverarbeitungsprogramm" ist dieses strikte Verfahren ausführlich begründet.

Fragen zum E-Book

Wozu wird das ausführliche E-Book "Drehbuchschreiben mit dem Textverarbeitungsprogramm" benötigt?
Es bietet eine Einführung ins Thema Textverarbeitung und Drehbuchformatierung. Zahlreiche Rückfragen von Benutzern haben gezeigt, dass Drehbuch-Dokumentvorlagen ohne Hintergrundwissen zur Funktion der Textverarbeitung nicht optimal genutzt werden können (z. B. weil Anfänger oft harte Formatierungen einfügen und damit die automatische Formatierung behindern). Die Vorlage ist ein wertvolles Hilfsmittel, aber sie macht eine Textverarbeitung nicht zum "narrensicheren" Drehbuchprogramm.

Enthält das E-Book auch eine dramaturgische Einführung ins Drehbuchschreiben?
Nein. Es befasst sich ausschließlich mit der Frage, wie Drehbücher formal aussehen sollen, wie man sie mit einem Textverarbeitungsprogramm tippt und wie man sie mit möglichst wenig Aufwand korrekt formatiert.

Fragen zur den Dokumentvorlagen

Gibt es die Drehbuchvorlage statt in "Arial" auch in der Schriftart "Courier"?
Arial ist nur als Vorschlag zu verstehen. Dank des konsequenten Einsatzes von Formatvorlagen lässt sich die Schriftart mit wenigen Mausklicks ändern - egal ob schon vor dem Schreiben oder später. In der jeweiligen Kurzanleitung ist die Vorgehensweise Schritt für Schritt erklärt.

Hier können Sie eine PDF-Datei mit einem Vergleich von sechs häufig benutzten Drehbuch-Schriftarten herunterladen. Es handelt sich um die bekannten Windows-Schriften "Arial", "Times New Roman" und "Courier New" sowie drei weitere Varianten von Courier. Alle liegen in einer Größe von 12 Punkt vor.

Übrigens gibt es mit Courier Prime eine Version der Courier speziell fürs Drehbuchschreiben. Sie bietet ein sattes Schriftbild sowie einen engen Zeilenabstand, der genau den amerikanischen Formatvorgaben entspricht. ("Courier New" hat standardmäßig einen zu großen Zeilenabstand. Um die Zeilenhöhe ungefähr normgerecht zu kriegen, müsste man sie auf 0,89-fach stellen.)

Kann man mit jeder Szene automatisch eine neue Seite beginnen?
Im einfachen Drehbuchformat ist das gar nicht vorgesehen, aber manche Produzenten wünschen es in der fortgeschrittenen Produktionsphase. Stellen Sie in diesem Fall einfach für die Vorlage "D_Szenenüberschrift" einen automatischen Seitenumbruch ein. Das gilt dann fürs gesamte Drehbuch und lässt sich jederzeit wieder rückgängig machen. In der jeweiligen Kurzanleitung ist die Vorgehensweise Schritt für Schritt erklärt.

Warum folgt auf "D_Dialogtext" immer "D_Regietext" und nicht "D_Name"?
Ob nach Eingabe eines Dialogtextes die allgemeine Vorlage für Regietext oder automatisch wieder die Vorlage für den Sprecher-Namen kommen soll, ist Geschmackssache. Wer gern lange Dialoge schreibt, wünscht sich vielleicht letztere Variante, weil sie ein paar Tastendrucke spart. Logischer und einheitlicher zu bedienen finde ich aber die Variante, immer auf den Regietext zurückzuspringen, weil man dann grundsätzlich vor Eingabe des Sprecher-Namens F4 drücken muss und bei Nicht-Drücken grundsätzlich den Regietext gewählt hat.
Wenn Ihnen diese Lösung dennoch nicht gefällt, stellen Sie einfach die Folgevorlage für "D_Dialogtext" auf "D_Name" um. In der jeweiligen Kurzanleitung ist die Vorgehensweise genau erklärt.

Beherrscht die Drehbuchvorlage eine automatische Szenennummerierung?
Man könnte der Absatzvorlage "D_Szenenüberschrift" eine automatische Nummerierung zuweisen, aber diese ändert sich dann mit jeder eingefügten oder gelöschten Szene automatisch. Das würde spätestens nach Überarbeitungen zu Verwirrung führen - weshalb ich, auch nach eigener schlechter Erfahrung, davon abrate.
Eine wirklich brauchbare automatische Nummerierung, die beim Überarbeiten branchenkonforme Zwischennummern einfügt und gelöschte Szenen als "entfallen" kennzeichnet, leisten nur die speziellen Drehbuchprogramme. Eine normale Textverarbeitung kann das nicht.
Ich empfehle daher, das Drehbuch so lang wie möglich ohne Nummern zu halten und erst ab dann, wenn Nummern von Produktionsseite verlangt werden, die Szenen manuell durchzunummerieren.

Warum ist in den Dokumentvorlagen kein Deckblatt enthalten?
Ein Deckblatt fügt man in der Regel erst gegen Ende der Arbeit an einem Drehbuch ein; am Anfang würde es eher stören. In den Kurzanleitungen ist Schritt für Schritt erklärt, wie man ein Deckblatt einfügt.

Funktionieren die Drehbuchvorlagen auch unter MacOS, iOS, Linux und Android?
Die Vorlagen wurden von mir unter Windows erstellt. Soweit die verwendeten Textverarbeitungsprogramme auch in Versionen für MacOS, iOS, Linux und/oder Android erhältlich sind, sollten die Vorlagen auch dort funktionieren. Wo es ggfs. Einschränkungen gibt, muss man ausprobieren. Folgende sind bereits bekannt:
- Da die verwendete Schriftart "Arial" nicht in allen Betriebssystemen vorhanden ist, kann es zu einer automatischen Ersetzung kommen. Um Abweichungen im Layout vorzubeugen, sollte man entweder Arial nachinstallieren (Arial gehört zu den "Microsoft Core Fonts", die man auch als Nicht-Microsoft-Kunde installieren darf) oder in der Vorlage eine andere Basis-Schriftart einstellen.
- Auf Tastaturen für Android- und iOS-Geräte können die Funktionstasten fehlen bzw. wirkungslos sein. Dann kann man die voreingestellten Shortcuts (F2 bis F7) nicht nutzen und muss stattdessen andere festlegen.

Warum gibt es unterschiedliche Versionen der Drehbuchvorlage?
Leider sind heutige Textverarbeitungsprogramme noch nicht kompatibel genug, um Vorlagen in einem gemeinsamen Format anzubieten; ich hoffe, dass dies in späteren Versionen der Drehbuchvorlage möglich wird. Der volle Funktionsumfang steht bislang nur in den jeweils zum Programm passenden Text- und Vorlagenformaten zur Verfügung.
Unabhängig von der eigentlichen Vorlage sind unterschiedliche Anleitungstexte nötig, die an die Bedienung der einzelnen Programme angepasst sind. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern, weil jede Textverarbeitung ihre eigene Bedien-Logik hat (und haben soll).

Wie kann ich in LibreOffice/OpenOffice wieder die ursprüngliche Tastaturbelegung herstellen?
Für die Benutzung der Drehbuchvorlage unter LibreOffice/OpenOffice muss eine neue Tastaturbelegung geladen werden. Offenbar funktioniert jedoch die Schaltfläche "Zurücksetzen" nicht richtig, d. h. man kommt später nicht mehr problemlos zur ursprünglichen Tastaturbelegung zurück.
In der aktuellen Version der Kurzanleitung empfehle ich daher, vor Laden der Drehbuch-Tastaturbelegung den Ist-Zustand als Backup abzuspeichern. In früheren Versionen der Kurzanleitung fehlte dieser Hinweis noch.

Hat man bereits ohne vorheriges Backup die Drehbuch-Tastaturbelegung geladen und möchte sie nun wieder los werden, hilft nur folgende - leider etwas umständliche - Prozedur:
Zunächst muss man unter Windows die versteckten Dateien sichtbar machen (siehe Windows-Hilfe) und dann in LibereOffice unter "Extras > Optionen > LibreOffice > Pfade" bzw. in OpenOffice unter "Extras > Optionen > OpenOffice > Pfade" das Benutzerverzeichnis herausfinden; meist hat es den Namen "user" und folgt im Pfad der Versionsnummer des Programms (z. B. "C:\Users\Benutzername\AppData\Roaming\LibreOffice\4\user\").
In diesem Benutrzverzeichnis findet man die Datei "registrymodifications.xcu" mit sämtlichen Benutzeinstellungen. Nachdem man alle Teile von LibreOffice/OpenOffice geschlossen hat, benennt man diese Datei um, z. B. in "registrymodifications.alt".
Beim Neustart von OpenOffice wird automatisch eine neue, neutrale "registrymodifications.xcu" angelegt, und somit sind die alten Tastaturkürzel wiederhergestellt.
Allerdings gehen damit auch andere Einstellungen verloren, die man evtl. beibehalten wollte; LibreOffice/OpenOffice schaut jetzt aus wie unmittelbar nach der Neuinstallation. Um die anderen Einstellungen zurückzuholen, speichert man zunächst unter "Extras > Anpassen > Tastatur"* die neutrale Tastatureinstellung in einer eigenen Datei ab. Dann schließt man alle Teile von LibreOffice/OpenOffice, löscht im Benutzerverzeichnis die neu generierte "registrymodifications.xcu" und benennt die alte wieder auf diesen Namen um. Nach erneutem Öffnen von LibreOffice/OpenOffice sind wieder die alten Einstellungen inklusive Drehbuch-Tastaturkürzel aktiv. Jetzt hat man aber die soeben gespeicherte Datei mit den neutralen Tastatureinstellungen und kann diese wieder laden.

*In dem Zusammenhang ist noch zu beachten, dass neuere Versionen von LibreOffice/OpenOffice die Tastaturbelung hierarchisch speichern: Es gibt eine allgemeine Belegung für das komplette LIbreOffice/OpenOffice und Belegungen für die jeweiligen Programme (in unserem Fall "Writer"). Die Drehbuch-Tastaturbelegung lässt sich auf beiden Ebenen laden. Zum Wiederherstellen der neutralen Einstellung muss man also zuerst schauen, auf welcher Ebene man die Drehbuchbelegung geladen hatte.

Warum werden die alten Vorlagen nicht mehr angeboten?
Die alten Versionen der Drehbuchvorlage sorgten immer wieder für Probleme und waren nur noch für Benutzer sehr alter Textverarbeitungsprogramme von Interesse. Da heute mit LibreOffice, OpenOffice und Softmaker FreeOffice moderne Textverarbeitungsprogramme kostenlos angeboten werden, muss niemand mehr auf ein Uralt-Textprogramm zurückgreifen - und ich würde den Betroffenen mit technisch veralteten Vorlagen auch keinen Gefallen mehr tun.

Fragen zu Textverarbeitungsprogrammen

Gibt es Drehbuchvorlagen für weitere Textverarbeitungsprogramme?
Es gibt eine ganze Reihe weiterer Textverarbeitungsprogramme, die zum Drehbuchschreiben benutzt werden könnten (z. B. Papyrus Autor, Atlantis oder WordPerfect). Vorlagen dafür biete ich von meiner Seite zurzeit nicht an. Falls Sie eine Vorlage für eines dieser Programme erstellt haben und diese mit anderen Nutzern teilen möchten, setze ich gern auf dieser Seite einen Link und/oder stelle Ihre Vorlage neben meinen eigenen zum Download zur Verfügung. Schreiben Sie mir bitte!
Behelfsweise ist es auch möglich, die existierenden Word- und LibreOffice-Vorlagen in einem anderen Programm zu importieren; die Tastenkombinationen müssen in fremden Programmen allerdings immer neu eingerichtet werden, und die Bedienung weicht meist ab. Das gilt auch für ältere Versionen von Word (ab 2000): Sie können DOCX-Dateien dort mit Hilfe des Compatibility Pack von Microsoft öffnen.
Für einfachere Programmen wie AbiWord oder WordPad wird es auch künftig keine Drehbuchvorlagen geben. Dort fehlen wichtige Funktionen, die nötig wären, um Drehbücher automatisch zu formatieren.

Wie finde ich das beste Textverarbeitungsprogramm?
Alle Programme, für die ich Vorlagen anbiete, taugen grundsätzlich fürs Drehbuchschreiben und haben im Detail ihre kleinen Vor- und Nachteile. Eine Textverarbeitung, die in der Gesamtbetrachtung sehr gut ist, kann gerade im Hinblick aufs Drehbuchschreiben Schwächen haben - und umgekehrt. Jeder möge daher eigene Versuche unternehmen und wählen, womit er am besten zurechtkommt. Meine Bewertungen unten auf dieser Seite sollen nur eine kleine Hilfe sein.

Was unterscheidet ein Textverarbeitungsprogramm nebst Drehbuchvorlage von den speziellen Drehbuchprogrammen?
Die Kernfunktion, nämlich das automatische Formatieren von Drehbuchtext gemäß gängiger Normen im deutschsprachigen Drehbuchmarkt, klappt mit Textverarbeitung und Drehbuchvorlage mindestens genauso gut wie mit den amerikanischen Spezialprogrammen. Die speziellen Drehbuchprogramme beherrschen darüber hinaus das automatische Setzen der sogenannten Continued-Zeilen, die im amerikanischen (aber nicht im deutschen) Drehbuchformat beim Seitenumbruch üblich sind. Die Drehbuchprogramme bieten auch komfortable Sonderfunktionen wie das Setzen von Szenennummerierungen über mehrere Drehbuchversionen hinweg, das Umformatieren in amerikanische Shooting-Script-Formate oder das Verwalten von Charakter-Namen in einer zentralen Liste. Außerdem ist die Bedienung der Drehbuchprogramme ziemlich narrensicher, weil sie erst gar nichts Anderes als Drehbuchformatierung beherrschen. Die Spezialprogramme empfehlen sich also für Autoren, die eine besonders problemlose Bedienung suchen - und generell für alle, die Drehbücher für den amerikanischen Markt schreiben.

Mit welchen Textverarbeitungsprogrammen kann man Drehbücher als E-Books (EPUB und MOBI) exportieren?
Immer mehr Textprogramme unterstützen den Export als E-Book-Formate. Die Tauglichkeit dieser Funktionen für Drehbücher ist jedoch eingeschränkt, weil sie in erster Linie für klassisch strukturierte Dokumente (Textkörper, Überschriften-Ebenen, Fußnoten etc.) konzipiert wurden; für Drehbücher muss man ein paar Tricks anwenden oder manchmal auch tiefer in die Software eingreifen. Klar ist in jedem Fall, dass man in den E-Book-Formaten keine festen Drehbuchseiten mehr hat; man kann nur ein Layout hinbekommen, dass sich lose ans gewohnte Drehbuchformat anlehnt. Wie das im besten Fall aussehen könnte, lässt sich anhand zweier Test-Dateien beurteilen, die Sie hier herunterladen können: Beispiel MOBI-Format und Beispiel EPUB-Format

Der EPUB-Export von TextMaker in der Version 2016 für Windows (auch Version HD für Android) lässt sich unter Beachtung der Besonderheiten schon gut für Drehbücher verwenden. HIER gibt es eine (vorläufige) Anleitung und eine ergänzende CSS-Datei dazu.

Atlantis Word Processor hat schon länger einen ausgereiften EPUB-Export (mit zusätzlichem MOBI-Export durch Einbindung von Kindlegen). Drehbücher sollte man vor dem Export dahingehend modifizieren, dass man die Schriftgröße auf 11 pt setzt (daraus wird dann 100 % Schriftgröße im EPUB), die Einzüge von links verkürzt (z. B. auf 3 cm für Sprecher-Name und 1,5 cm für Dialogtext) sowie die Einzüge von rechts ganz auf Null setzt; andernfalls wird auf kleineren E-Book-Readern der Dialogtext zu sehr eingequetscht.

Für LibreOffice und OpenOffice gibt es ein PlugIn namens Writer2xhtml, das neben reinen xhtml-Dateien auch EBUBs exportieren kann. Das funktioniert für Drehbücher schon erstaunlich gut. Ein großer Schönheitsfehler ist allerdings noch, dass die Großbuchstaben aus den Absatz- und Zeichenvorlagen nicht automatisch in echte Großbuchstaben umgewandelt werden (so wie das TextMaker und Atlantis machen), sondern nur als Formatierung übernommen werden. Leider gibt es nach wie vor viele E-Reader, die diese Formatierung ignorieren und dann stattdessen die Groß-/Kleinschreibung so anzeigen, wie man sie eingetippt hatte. Derzeit einzige Abhilfe: schon vor dem Export die Umwandlung durchführen. Am schnellsten geht das so: Im Menü 'Bearbeiten > Suchen&Ersetzen' unter 'Weitere Optionen" das Feld 'Format' öffnen und darin unter 'Schrifteffekt' den Punkt 'Effekte/Großbuchstaben' ankreuzen und auf 'Okay' klicken. Dann 'einschließlich Vorlagen' ankreuzen, auf 'Alle suchen' klicken und schließen. Nun müssten alle Stellen im Drehbuch ausgewählt sein, die mit 'Großbuchstaben' formatiert wurden. Dann nur noch im Menü 'Format > Groß-/Kleinschreibung > Großbuchstaben' wählen; jetzt sollten alle betroffenen Stellen konvertiert sein. (Man sieht den Unterschied nicht gleich, weil ja vorher schon die Formatierung aktiv war. Sie können den Erfolg testen, indem Sie z. B. einer D_Szenenüberschrift vorübergehend die Vorlage D_Regietext zuweisen; die Großbuchstaben müssten jetzt trotzdem erhalten bleiben.)

Ein weiteres PlugIn für LibreOffice/OpenOffice ist Writer2Epub, das allerdings derzeit für Drehbuchzwecke noch nicht empfohlen werden kann (weil für die Drehbuchformatierungen umfangreiche Anpassungen nötig wären).

Auch der E-Book-Export von Papyrus Autor (EPUB und MOBI) erzeugt die Formatierungen der E-Books unabhängig von den Dokumentformatierungen und kann daher zunächst die Drehbuch-Formatvorlagen nicht sinnvoll umsetzen. Man hat hier immerhin die Möglichkeit, die dem Export zugrundeliegende CSS-Datei zu bearbeiten und auf diesem Weg auch CSS-Klassen für die Drehbuchformate zu erzeugen; eine fertige CSS-Datei hierfür gibt es bisher aber noch nicht.

Der eingebaute EPUB- und MOBI-Export von Corel WordPerfect arbeitet erst gar nicht mit normalen Dokumenten, sondern erfordert von vornherein das Erstellen eines separaten E-Book-Dokuments unter Nutzung einer speziellen Vorlage. Ein Weg, hiermit Drehbücher verarbeiten zu können, ist bislang nicht bekannt.

Fazit: Der Export von Drehbüchern in E-Book-Formaten ist schon möglich, aber noch nicht mit jedem Programm empfehlenswert. Zur Not kann man ja immer noch statt einer echten E-Book-Datei eine an die Größe des Readers angepasste PDF-Datei (ohne Ränder, größere Schrift etc.) erstellen. Das geht mit praktisch jedem Textverarbeitungsprogramm. Hier ist ein Beispiel, wie das für einen typischen 6-Zoll-Reader aussehen kann: Beispiel PDF-Format

Fragen zu dieser Seite

Wie populär ist diese Seite, und wieviele Drehbuchautoren benutzen die hier angebotenen Vorlagen?
Wie häufig die Vorlagen tatsächlich verwendet werden und wieviele Drehbücher damit schon geschrieben wurden, weiß ich nicht. Ebensowenig kann ich sagen, wieviele Leute das E-Book komplett oder wenigstens teilweise gelesen haben.
Was ich allerdings nennen kann, sind die Abruf-Statistiken eines Jahres: Von Februar 2014 bis Januar 2015 hatte diese Seite 11585 Besucher. Die Drehbuchvorlagen wurden 2871-mal runtergeladen, davon 1660 im Word-Format, 942 im LibreOffice-Format und 269 im TextMaker-Format. Das E-Book zählte 4671 Downloads, wovon 3745 aufs PDF-Format, 507 auf EPUB und 419 auf MOBI entfielen.

Warum sind die Vorlagen und Anleitungen kostenlos? Wer profitiert davon?
Die ersten Drehbuchvorlagen hatte ich nur für meinen eigenen Bedarf erstellt; weil ich immer wieder andere Textverarbeitungsprogramme benutzt und meine Arbeitsabläufe weiterentwickelt habe, sammelten sich verschiedene Vorlagen an. In Gesprächen erfuhr ich, dass auch andere Drehbuchautoren Interesse an solchen Vorlagen haben, und deshalb stellte ich sie auf meine Homepage zum Download. Daraufhin kamen Rückfragen zur Funktion und Anwendung; um Einsteigern entgegenzukommen und nicht immer wieder die gleichen Standardfragen beantworten zu müssen, schrieb ich schließlich auch Anleitungen zu den Vorlagen.
Die Dokumentvorlagen selbst sind eigentlich nichts Besonderes. Dafür kann man, finde ich, kein Geld nehmen. Wesentlich mehr Arbeit steckt in den Anleitungstexten und im E-Book. Ich hatte anfangs überlegt, das E-Book für ein paar Euro als kostenpflichtigen Download anzubieten - nach dem Motto: "Was nichts kostet, taugt nichts." Allerdings hätte es dann weniger Leser gefunden, und reich geworden wäre ich damit so oder so nicht. Also bleibe ich beim kostenlosen Angebot.
Wenn Sie meine Arbeit unterstützen wollen, können Sie Ihren nächsten Einkauf bei Amazon über die Links auf dieser Seite abwickeln; das hat für Sie keinen Nachteil, und ich kriege ein paar Prozent Werbekostenerstattung.

Textverarbeitungsprogramme im Vergleich

Kurze Bewertung einiger aktueller Textverarbeitungsprogramme im Hinblick aufs Drehbuchschreiben

Microsoft Word

Word ist seit vielen Jahren der Platzhirsch unter den Textverarbeitungsprogrammen und der Quasi-Standard in vielen Büros. Die von Word verwendeten Dateiformate DOC und DOCX sind die meistverwendeten weltweit. Die hohe Verbreitung hat dazu geführt, dass viele Anwender gar nichts Anderes kennen und das Thema Textverarbeitung mehr oder weniger mit Word gleichsetzen. Das ist schade, weil der Markt für Textverarbeitungsprogramme eigentlich breit gefächert ist. Hinzu kommen die allgemeinen Nachteile einer jeden Monopolisierung; es ist auf Dauer ungünstig für den Wettbewerb, wenn ein Produkt mehr als 80 % des Marktes bedient.
Word ist in der heutigen Fassung ein ordentliches Allround-Textprogramm, mit dem man alle Alltags-Schreibaufgaben und auch das Schreiben von Drehbüchern gut meistern kann. Es ist aber qualitativ nur auf Augenhöhe mit der Konkurrenz und immer noch recht teuer - und kommerzielle Nutzung kostet sogar extra. Die seit Version 2007 verwendete "Ribbon"-Bedienoberfläche ist auch nicht jedermanns Sache; viele Alt-Nutzer trauern noch der früheren Oberfläche nach - und manche zahlen sogar zusätzlich Geld für ein PlugIn, das die alte Oberfläche nachbildet.
Der Funktionsumfang des Programms geht weit über das hinaus, was zum Drehbuchschreiben nötig ist. Für Drehbuch-Zwecke etwas unglücklich gelöst ist die Speicherung der Tastaturkürzel in hierarchisch verwendeten Vorlagen; wer seine Drehbücher nicht nur auf einem einzelnen Computer bearbeitet (z. B. im Wechsel auf Desktop und Notebook), muss ein paar Vorkehrungen treffen.
Word ist mittlerweile ein recht großes Programm, das sich auf älteren und schwächeren Rechnern etwas träge verhält; auf aktuellen Computern merkt man davon nichts. Man liest gelegentlich von Schwächen und Fehlern in Word, wenn es ums Bearbeiten sehr umfangreicher Texte geht; das trifft nur bedingt auf Drehbücher zu, die ja selten länger als 150 Seiten werden und dabei weder Grafiken noch Fußnoten enthalten.
Wer fertige Vorlagen und Add-Ins nutzen will, findet diese meist nur für Word und nicht für andere Textverarbeitungsprogramme. Dasselbe gilt auch für Tutorials und Anleitungsbücher. Hier hat Word aufgrund seiner marktbeherrschenden Stellung einen uneinholbaren Vorsprung.

Microsoft Word ist in verschiedenen Office-Paketen enthalten. Dauerhaft kaufen kann man nur noch die ältere Version von 2013. Die aktuelle Version "Microsoft Office 365" ist ein Abonnement-Modell mit monatlicher oder jährlicher Zahlung. Vorteil der Abo-Version ist, dass man alle Upgrades automatisch bekommt und immer mit der neuesten Version arbeitet. Aber wenn man das Abo nicht verlängert, kann man das Programm nicht mehr nutzen.

Am günstigsten zu kaufen ist die "Home and Student"-Version 2013, die allerdings auf private Nutzung beschränkt ist. Wer Word gewerblich nutzen will (z. B. als berufsmäßiger Drehbuchschreiber), muss mindestens das "Home and Business"-Paket 2013 kaufen.
Ähnliche Kauf-Pakete gibt es auch von Microsoft Office 2011 für Mac: "Home and Student 2011 Mac" sowie "Home and Business 2011 Mac".
Bei den neuen Office-365-Abos wird nicht mehr zwischen Windows und Mac unterschieden. Typischerweise bezahlt man immer das Abo für 1 Jahr. Am günstigsten kommt man weg mit der "Personal"-Lizenz, die nur auf einem einzelnen Computer genutzt werden darf. Die etwas teurere "Home"-Lizenz gilt für bis zu 5 Computer in einem Haushalt. Beide dürfen nur privat genutzt werden. Voraussetzung für kommerzielle Nutzung ist eine der "Small Business"-Lizenzen.

LibreOffice/OpenOffice Writer

Aus dem kommerziellen StarOffice ging vor Jahren eine Open-Source-Variante namens OpenOffice hervor, die seither von Freiwilligen weiterentwickelt wird. Nach einem internen Streit abgespalten hat sich LibreOffice; viele der früheren OpenOffice-Programmierer arbeiten jetzt für das LibreOffice-Projekt. Ob nach heutigem Stand OpenOffice oder LibreOffice besser ist, kann man in Bezug aufs Drehbuchschreiben nicht sagen; beide Varianten sind auch sonst noch sehr ähnlich. Der Einfachheit halber nenne ich ab jetzt nur noch LibreOffice.
Es handelt sich um ein komplettes Office-Paket für Windows, Mac und Linux; fürs Drehbuchschreiben interessant ist jeweils die Textverarbeitung namens Writer. LibreOffice verwendet standardmäßig das herstellerübergreifende Textformat ODT (Open Document Text), das nach den Microsoft-Formaten heute die weiteste Verbreitung hat und z. B. Standard in vielen europäischen Behörden ist. Man kann wahlweise auch in anderen Formaten wie DOCX speichern; es gehen dann komplexere Formatierungen verloren - wobei mir aber nichts aufgefallen ist, was fürs Drehbuchschreiben relevant wäre.
Vom Funktionsumfang her ist LibreOffice Writer mit Microsoft Word vergleichbar. Es hat hier ein paar Funktionen mehr, dort ein paar Funktionen weniger; fürs Drehbuchschreiben sehe ich keinen großen Unterschied. Die Speicherung der Tastaturkürzel in einer separaten Datei ist für Drehbuchschreiber etwas praktischer als die entsprechende Lösung in Word (aber auch nicht ohne Tücken, nämlich wenn man die Änderungen rückgängig machen will - siehe "Häufige Fragen" weiter oben).
Einen klaren Nachteil zeigt LibreOffice, wenn es um die mitgelieferte Rechtschreibprüfung und automatische Silbentrennung für die deutsche Sprache geht; die Lösungen der kommerziellen Anbieter sind hier durchweg zuverlässiger. Immerhin gibt es bei Bedarf eine Duden-Rechtschreibprüfung für LibreOffice/OpenOffice zum Nachrüsten (kostenpflichtig).
Leider ist auch Writer sehr groß und auf älteren Rechnern träge, kommt aber mit langen Texten tendenziell besser zurecht als Microsoft Word. Die Bedienung von Writer orientiert sich an klassischen Textverarbeitungen und ähnelt Word in den Versionen bis 2003; erst in den Tiefen der Menüs gibt es dann deutliche Unterschiede, so dass bisherige Word-Benutzer zur Nutzung speziellerer Funktionen umlernen müssen.
Die nicht-kommerzielle Entwicklung durch Freiwillige ist gleichzeitig Stärke und Schwäche von LibreOffice Writer: Einerseits ist die Software dadurch dauerhaft kostenlos für private und gewerbliche Nutzung, andererseits geht die Weiterentwicklung schleppender voran als in den kommerziellen Softwarehäusern.

TextMaker

Die Textverarbeitung TextMaker ist Teil des Office-Paketes der SoftMaker Software GmbH aus Nürnberg. Im Gegensatz zu Word und LibreOffice ist TextMaker ein sehr schlankes Programm, das wenig Platz auf der Festplatte braucht. Es startet schnell, läuft stabil und wird auch beim Bearbeiten umfangreicher Dokumente nicht allzu langsam. Der Funktionsumfang kann noch nicht ganz mit den beiden Vorgenannten mithalten, aber fürs Drehbuchschreiben ist alles Gewünschte vorhanden. Die Speicherung der Tastenkürzel direkt in den Dokumenten ist für Drehbuchzwecke praktisch und nahezu narrensicher; beim Export in Fremdformate gehen sie allerdings verloren.
Hier liegt ohnehin ein Grundproblem von TextMaker: Die vollständige Speicherung aller Dokumenteigenschaften ist nur im eigenen Format mit der Endung TMD möglich, das aber im Gegensatz zu RTF, DOC, DOCX oder ODT kein verbreiteter Standard ist. (Das Problem teilt TextMaker übrigens mit anderen Textverarbeitungsprogrammen kleiner Hersteller, z. B. Papyrus.) Als Nutzer wird man sich Gedanken machen, ob man die heute erzeugten TMD-Dateien in einigen Jahren überhaupt noch öffnen kann. Zwar besitzt TextMaker eine hohe Kompatibilität mit den Microsoft-Formaten DOC und DOCX und kann diese "spurlos" bearbeiten und wieder speichern (und man kann TextMaker sogar so einstellen, dass es standardmäßig in einem fremden Format speichert). Aber solange die Tastaturkürzel und weitere Spezialfunktionen dann verloren gehen, ist das - gerade für Drehbuchautoren - kein praktikabler Ausweg. Das SoftMaker-Team hat das Problem erkannt und arbeitet an einer Option, die programmspezifischen Daten z. B. im DOCX-Format mitzuspeichern. Ab wann diese Funktion integriert wird, ist allerdings noch nicht bekannt; andere Feature-Wünsche haben wohl eine höhere Priorität.
Trotz aller Kritik am proprietären Dateiformat ist TextMaker aus heutiger Sicht mein Favorit, wenn es ums Drehbuchschreiben geht. Die praktische Schreibarbeit damit läuft absolut reibungslos - und darauf kommt es am meisten an. Sogar auf meinem uralten Netbook, das nicht gerade mit Leistung glänzte, funktionierte TextMaker ohne merkliche Verzögerung. Abraten würde ich von TextMaker nur dann, wenn man mit einem Co-Autor arbeitet und dieser sich nicht ebenfalls auf TextMaker einlassen will - denn in diesem Fall müsste man zum Speichern ein Fremdformat benutzen und die genannten Nachteile in Kauf nehmen.
SoftMaker Office ist für mehrere Betriebssyteme erhältlich: Die aktuelle Version 2016 gibt es bisher nur für Windows. Für Linux gilt noch Version 2012, aber eine Linux-Version 2016 ist in Vorbereitung. Daneben gibt es eine Version "HD" für Android-Tablets. Die ältere Version 2010 wird auch noch für Windows Mobile und Windows CE angeboten.

Die Preispolitik von SoftMaker ist leider etwas seltsam. Wer nicht aufpasst und eine Vollversion im Webshop bestellt, zahlt drauf. Hier ein kleiner Wegweiser durch den Preisdschungel:
Wer ganz sparsam ist, bekommt mit SoftMaker FreeOffice (Windows/Linux) oder TextMaker HD Basic (Android) sogar eine komplett kostenlose Variante; sie beruht noch auf der Version 2012, hat gegenüber den Bezahlversionen kleinere Funktionseinschränkungen (z. B. eine schlechtere Rechtschreibprüfung und Silbentrennung) und blendet Eigenwerbung ein. Aber für die Drehbucharbeit reicht sie bereits aus.
Die aktuellen Pakete beginnen mit der "Home & Business"-Edition, die man nur von einem Distributor bekommt und nicht direkt beim Hersteller. Sie enthält die werbefreien Vollversionen von TextMaker, PlanMaker und Presentations, aber ohne weitere Extras.
Das Standard-Paket hat zusätzlich BasicMaker und eine von SoftMaker modifizierte Version von Thunderbird (E-Mail und Kalender) dabei. Es ist als Windows-Version bei einem Amazon-Händler zumindest ein paar Euro billiger als direkt beim Hersteller.
Das sogenannte Professional-Paket bringt zusätzlich mehrere integrierte Wörterbücher sowie den Duden-Korrektor mit und ist somit noch attraktiver. Auch das Professional-Paket ist als Windows-Version bei einem Amazon-Händler billiger als direkt beim Hersteller.
Und es gibt noch den Super-Spar-Tipp, der sowohl für Linux- als auch für Windows-Nutzer funktioniert: Man kann zuerst das (kostenlose) FreeOffice installieren und dann direkt beim Hersteller eine verbilligte Upgrade-Version kaufen.
TextMaker HD für Android kann man, anders als die Windows- und Linux-Versionen, im Google PlayStore auch einzeln erwerben. Also man muss hier die anderen Komponenten des Office-Paketes nicht mitbezahlen, wenn man sie gar nicht braucht.

Alle Versionen - auch die kostenlosen - sind für gewerbliche Nutzung freigegeben. Die Kaufversionen dürfen innerhalb eines Haushalts oder einer Firma auf bis zu drei Computern installiert werden.

Autor: Andreas Beitinger
Letzte Änderung: Januar 2016

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